Wissenswertes

Was bedeutet systemische Therapie?

Die systemische Therapie zeichnet sich besonders durch die Art und Weise aus, KlientInnen und ihre Problematiken zu verstehen. Sie folgt keiner strengen Systematik, sondern ist sehr flexibel und individuell und hat den Grundsatz, sich an dem Erleben der KlientInnen zu orientieren. Es können verschiedene Interventionen zum Einsatz kommen: das Gespräch, hypnotherapeutische Interventionen, symbolisch-gestalterische Interventionen, Seilarbeit, Arbeit am Familienstammbaum, Rollenspiele, Briefe schreiben etc.

Ziel: Das übergeordnete Ziel eines Beratungsprozesses ist die sogenannte "Verstörung" der aktuellen unzufriedenstellenden Ordnung eines Systems (eines Individuums, eines Paares, einer Familie, einer Organisation) und die Aktivierung schon vorhandener Ressourcen/Stärken.

Idee: 

  • Systeme organisieren sich von innen heraus und selbstständig
  • es gibt nicht die EINE richtige Perspektive, sondern es gibt hunderte Wahrnehmungen einer Situation 
  • alles hängt untrennbar miteinander zusammen
  • Entwicklungen sind nicht vorhersagbar 
  • Symptome sind häufig "Entwicklungshelfer"


Prozess/Ergebnis:
Viele KlientInnen berichten, deutlich gestärkt, zuversichtlicher und selbstbewusster ihren Alltag zu bewältigen. Sie fühlen sich gewappnet für zukünftige herausfordernde Situationen und haben eigene Strategien entwickelt, die ihnen Stärke und Sicherheit vermitteln. Manche Symptomatiken lösen sich. Manche Symptomatiken kommen in bestimmten Situationen als Erinnerung an etwas wieder, werden jedoch nicht mehr als so überwältigend erlebt. Die meisten berichten eine höhere Lebensqualität, soziale Sicherheit und Konfliktfähigkeit. Paare und Familien erleben wieder mehr Miteinander und verstehen sich selber sowie ihr Gegenüber besser.
(Anmerkungen: Die Angaben sind eine deskriptive Zusammenfassung der letzten Therapiestunden und gemeinsamer Reflexionen. Ich arbeite an einem Fragebogen, der die Auswirkungen der Therapie erfasst.)